Dark premium Mercedes-Benz interior with glowing head unit
Mercedes-Benz · Automotive UX

Mercedes-Benz MBUX App

Gestaltung einer mobilen Companion-App für das MBUX-Ökosystem, Komfortfunktionen für Rückpassagiere, informiert durch eine Studie zu plattformnatieven versus MBUX-adaptierten Designmustern.

Kunde
Mercedes-Benz
Rolle
UX Research · UI Design · Prototyping · Nutzertest
Fokus
Automotive UX · Companion App · Cross-Plattform-Design
Status
Öffentliche Zusammenfassung · Details auf Anfrage

01 / Kontext

Ein Premium-Auto und ein Passagier, der Kontrolle möchte.

MBUX bietet Mercedes-Benz-Fahrern eine umfangreiche, vernetzte digitale Umgebung. Doch Rückpassagiere, oft in Hochpreismodellen, verfügen nicht über dasselbe Maß an Kontrolle über Komfortfunktionen: Massage, Ambiente-Beleuchtung, Sitzposition, Energizing-Programme.

Das Projekt erkundete eine mobile Companion-App, die diese Steuerungen auf das eigene Smartphone oder Tablet des Passagiers bringt – als natürliche Erweiterung des MBUX-Systems, ohne dass der Passagier sich nach vorne lehnen oder den Fahrer fragen muss.

MBUX voice assistant: How may I help you?
MBUX im Fahrzeug, the ecosystem the app needed to extend.
MBUX home screen: Media, Mercedes-Benz Advanced Control, Apps
MBUX Startbildschirm, the connected vehicle platform.

02 / Forschungsfrage

Native Patterns oder MBUX-adaptiert – was dient Nutzern besser?

Vor dem Gestalten mussten wir eine grundlegende Frage beantworten: Soll die App iOS- und Android-nativen Designkonventionen folgen, vertraut und schnell erlernbar, oder sich der visuellen MBUX-Sprache anpassen, um Konsistenz mit dem In-Car-System zu gewährleisten?

Wir analysierten 32 Designelemente beider Ansätze (Konsistenz vs. Adaption) auf iOS und Android und bewerteten, welcher im spezifischen Kontext der Rücksitznutzung klarere und nutzungsfreundlichere Interaktionen bietet.

Tablet study results: Konsistenz 16 vs Adaption 16
Tablet-Ergebnisse, even split: 16 elements favoured native consistency, 16 MBUX adaptation.
Smartphone study results: Konsistenz 8 vs Adaption 24
Smartphone-Ergebnisse, adaptation wins on smaller screens: 24 elements favoured MBUX visual language.

03 / Die App

Komfortfunktionen: Massage, Sitz, Ambiente, Energizing.

Die Forschung prägte das Interface direkt: MBUX-adaptiert auf dem Smartphone, ausgewogen auf dem Tablet, visuelle Kohärenz mit dem In-Car-System, intuitiv nutzbar vom Rücksitz.

iOS and Android mockups of the Massage comfort controls
iOS & Android, MBUX-adapted visual language on smartphone.
iPad mockup of the Massage interface with seat visualisation
Tablet, balanced adaptation. 3D seat visualisation, programme list, per-seat control.
In-car user testing: prototype running on phone and tablet in a real Mercedes

Im echten Auto getestet. Nicht nur auf einem Bildschirm.

04 / Nutzertest

Prototyp in der Hand. Echtes Fahrzeug. Echter Sitz.

Tests fanden im echten Fahrzeug statt – Passagiere auf dem Rücksitz, Prototyp auf dem eigenen Gerät, Komfortfunktionen aktiv. Dies brachte echte Reibungspunkte ans Licht: Telefonbedienung im Sitzen, Blick auf Steuerungen ohne Fahrterlebnis zu verlieren, einhändige Navigation.

User testing session inside a Mercedes-Benz, two people with iPad and notes
In-Car-Sitzung, iterative testing led directly to simplified navigation and clearer hierarchy.

05 / Ergebnis

Eine forschungsgestützte, premium anfühlende Companion App.

Das Projekt lieferte sowohl ein Forschungsframework (Konsistenz vs. Adaption) als auch ein tatsächliches App-Design, im Auto getestet, durch Iteration verfeinert, kohärent mit der visuellen MBUX-Sprache auf den Plattformen, wo es am wichtigsten war.

Research study: 32 elements, iOS & Android
Design decision framework (Konsistenz vs Adaption)
Comfort Controls App, iOS, Android, Tablet
3D seat visualisation & interaction model
In-car user testing & iterative refinement
Implementation-ready prototype

06 / Was ich gelernt habe

Kontext bestimmt, welche Muster funktionieren.

Dasselbe Designmuster, das sich auf einem Smartphone natürlich anfühlt, kann auf einem im Auto montierten Tablet fehl am Platz wirken. Bildschirmgröße, Körperhaltung, Blendung, einhändige Bedienung und die Erwartung von Premium-Qualität bestimmten alle, welche Konventionen Nutzern am besten dienten. Die Konsistenz-vs.-Adaption-Studie machte das greifbar und datengestützt.

Das Testen im echten Fahrzeug war der wertvollste Teil des Prozesses. Reibung, die in Usability-Labs nicht auftrat, zeigte sich sofort auf echten Sitzen – und das Beheben führte zu einem deutlich einfacheren Enddesign.


Arbeiten Sie an einer komplexen Mobilitäts- oder Companion-App?

Machen wir Ihre Produkt-Herausforderung testbar.