Aquazoo Augmented
Biologie durch Augmented Reality sichtbar machen – eine physische Ausstellung mit einer bedeutungsvollen digitalen Ebene erweitern.
AR als Lernwerkzeug nutzen, nicht als Gimmick.
Aquazoo Düsseldorf bietet bereits eine reichhaltige Bildungsumgebung, aber manche wissenschaftlichen Themen lassen sich durch statische Exponate allein schwer vermitteln. Anatomie ist eines davon: Besucher können ein Tier von außen sehen, aber das Verständnis innerer Strukturen erfordert Abstraktion oder zusätzliche Erklärungen.
Das Konzept fokussierte sich auf die Anatomie eines Frosches. Mit einem mobilen AR-Prototyp konnten Besucher geschichtete 3D-Visualisierungen erkunden, die in einer traditionellen Ausstellung verborgene Strukturen zeigen – die physische Erfahrung erweiternd, nicht ersetzend.

Den Fokus auf das Lernen legen, nicht auf die Technologie.
AR wird leicht zum Gimmick, wenn die Technologie wichtiger ist als das Lernen. Im Museumskontext wollen Besucher kein kompliziertes Produkt verstehen – sie wollen etwas, das sofort funktioniert und ihnen hilft, das Exponat zu verstehen. Die Interaktion musste einfach genug für jüngere Besucher sein und dennoch bedeutsam für Erwachsene und Schulgruppen.
Sie musste auch in einer echten Ausstellung funktionieren: Beleuchtung, Tracking-Zuverlässigkeit, räumliche Einschränkungen, Geräteleistung und Besucherverhalten prägten das Design. Die Herausforderung war sowohl konzeptionell als auch technisch: lehrreich, intuitiv und zuverlässig.
UX, interface, coordination and prototyping.
Meine Rolle war es, das Bildungsziel mit einer nutzbaren digitalen Erfahrung zu verbinden – in enger Zusammenarbeit mit Teammitgliedern aus 3D-Modellierung, Entwicklung und Konzeptdesign.
AR einen klaren Grund geben zu existieren.
Wir analysierten, wie Besucher durch Aquazoo Düsseldorf gehen – wo sie stehen bleiben, was Aufmerksamkeit erregt, wie Informationen präsentiert werden – und suchten nach dem Exponat, das am meisten von einer AR-Ebene profitieren würde. Das Thema brauchte einen echten bildungsbezogenen Grund für AR, nicht nur visuellen Reiz.
Frog anatomy was the strongest direction: it let us reveal internal structures through layered 3D content, giving AR a clear purpose. The physical skeleton on its patterned tracking ring became the anchor for the whole experience.

Von einem leichtgewichtigen UI zu einem stabilen Build.
Interaktionsdesign
Ein leichtgewichtiges UI rund um schnellen Zugriff und minimale Reibung – Fokus auf die Ausstellung und den AR-Inhalt.
3D & modelling
Anatomische Modelle aus Photogrammetrie, in Cinema 4D verfeinert – detailliert genug zum Lehren, optimiert für mobile Geräte.
Tracking
3D-Tracking erwies sich im Raum als unzuverlässig, also wechselten wir zu 2D-Tracking für eine stabilere Grundlage.
Testing & iteration
Besuchertests trieben die Verfeinerung voran – vor allem eine Skalierungsfunktion, damit kleine Strukturen leicht zu inspizieren waren.

Ein Ring, fünf Ebenen.
Das Interface bleibt im Hintergrund: Ein einzelner Auswahlring um das Tier lässt Besucher Anatomieebenen mit einem Tipp wechseln, während das 3D-Modell im realen Raum verankert bleibt.
Ein funktionierender mobiler AR-Prototyp.
Das Projekt ergab einen funktionierenden mobilen AR-Prototyp für Aquazoo Düsseldorf. Er erweiterte die physische Ausstellung um eine interaktive Bildungsebene und half Besuchern, die Frosch-Anatomie auf eine visuellere, ansprechendere Weise zu erkunden – und zeigte, wie AR Wissenschaftskommunikation unterstützen kann, wenn sie mit klarem Zweck eingesetzt und um echtes Besucherverhalten herum gestaltet wird.
AR funktioniert nur wenn sie verschwindet – und die Biologie übernimmt.
Neue Technologie braucht Zurückhaltung.
AR ist nur wertvoll, wenn es das Verständnis verbessert. Wenn es die Erfahrung nicht klarer macht, wird es zu Lärm. Die Technologie sollte keine Aufmerksamkeit fordern – sie soll den Inhalt unterstützen.
Ich lernte auch, wie stark physischer Kontext digitales Design prägt. In einem echten Ausstellungsraum beeinflussen Tracking-Qualität, Beleuchtung, Besucherbewegung, Gerätebedienung und Aufmerksamkeitsspanne die Erfahrung. Aquazoo Augmented half mir, selbstsicherer an der Schnittstelle von UX, Bildung, 3D-Inhalten und immersiver Technologie zu gestalten.
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